Zwischen Fitnesswahn und Fairnesskult

Zum kontroversen Verhältnis von Sport und Religion

 

Heiliger Rasen – Fußballgötter – pilgernde Fans:

Ob in den  Medien oder am Stammtisch, das Sprechen über Sport ist von religiösen Metaphern durchsetzt. Choreografien, das gemeinsame Singen der immer gleichen Lieder und vieles mehr verleihen Sportevents einen nahezu liturgischen Charakter.

Hat der Sport für viele Menschen etwa tatsächlich die sinnstiftende Funktion der Religion übernommen? Wie positionieren sich religiöse Sportlerinnen und Sportler dazu? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Diskussionsabend „Zwischen Fitnesswahn und Fairnesskult. Zum kontroversen Verhältnis von Sport und Religion“ am 17. April 2018. 

Termin: Dienstag, 17. April 18:30 – 20:00
OrtHochschule für Philosophie München, Kaulbachstr. 31, 80539 München

Herzliche Einladung! Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Diese Veranstaltung auf Facebook anschauen.

Gäste:

  • Prof. Dr. Gunter Gebauer (Institut für Philosophie an der Freien Universität Berlin)
  • Prof. Dr. Alexander Filipovic (Lehrstuhl für Medienethik, Hochschule für Philosophie München) – Moderation
  • Dr. Juliane Fischer (Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern)

Die Diskussionsreihe „Ethik des Sports: Reflexionen zu Sinn, Kommerz und Macht“ wird veranstaltet vom Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (zem::dg) in Kooperation mit dem Institut für Ethik und Sozialphilosophie (IES) der Hochschule für Philosophie München.

Weitere Abende in der Reihe „Sport und Ethik“:

  • 15. Mai 2018: Sportjournalismus als Hofberichterstattung? Zum engen Verhältnis von Sport und Medien
  • 12. Juni 2018: Stadion und Favela – Brot und Spiele? Zum spannungsreichen Verhältnis von Sport und Politik

Live-Diskussion zur Digital-Charta auf der re:publica 2017

Wie lässt sich die Souveränität und Freiheit des Einzelnen in der digitalen Welt schützen? Eine Gruppe von 27 Bürgerinnen und Bürger hat sich auf Anregung der ZEIT-Stiftung intensiv mit dieser Frage beschäftigt und über einen Zeitraum von 14 Monaten einen Entwurf zu einer „Charta der Digitalen Grundrechte in der Europäischen Union“ entwickelt.

Am 01. Dezember 2016 wurde das Dokument erstmals veröffentlicht. Hierauf folgte eine intensive Diskussion: Das Dokument wurde kritisiert, hinterfragt, gelobt – und im engen Austausch mit der Öffentlichkeit überarbeitet und angepasst. Über 1.500 Personen haben es seither online unterstützt. Nach dieser ersten Kommentierungsphase folgt nun aktuell die zweite Phase der Online-Konsultation. Jetzt können konkrete Vorschläge zur Überarbeitung oder Umformulierung einzelner Artikel oder Ergänzungswünsche für neue Abschnitte eingereicht werden. Eine derartige Beteiligung ist über die Internetseite der Charta unter https://digitalcharta.eu/neuigkeiten/ möglich.

Das Dokument wird zudem im Rahmen der re:publica 2017 heute, am 09. Mai in Berlin live diskutiert. Von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr soll der aktuelle Textentwurf erörtert und fortentwickelt werden und in einer Diskussion so die Perspektiven für stärkere Grundrechte im digitalen Zeitalter eröffnet werden. Von den Initiatoren werden u. a. Sascha Lobo, Jeanette Hofmann, Johnny Haeusler, Malte Spitz, Wolfgang Kleinwächter und Jan Philipp Albrecht mit dabei sein.

Das Team vom zem::dg unterstützt die Initiative nachdrücklich.