Communicatio Socialis

Informationen zur Zeitschrift

Communicatio Socialis – Zeitschrift fuür Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft behandelt aus medienethischer Perspektive Trends und Probleme gesellschaftlicher, medienvermittelter Kommunikation. Die Digitalisierung mit ihren Folgen für Öffentlichkeit und Gemeinwohl stehen dabei im Fokus. Die Zeitschrift begleitet damit die wissenschaftlichen Bemühungen der immer bedeutender werdenden Disziplin Medienethik. Neben thematischen Schwerpunkten im Bereich Medienethik geht es im Bereich Kommunikation in Kirche und Gesellschaft um das Verhältnis von Medien und Religion.

Neue Ausgabe 1/2019 von Communicatio Socialis zum Thema „Medien(selbst)kritik“ erschienen

Zum aktuellen Heft: Thema „Medien(selbst)kritik“

Als Ende 2018 der „Spiegel“ die Fälschungen seines Reporters Claas Relotius enthüllte, war das Unwort des Jahres 2014 wieder omnipräsent: „Lügenpresse“. Die Branche zeigte sich entsetzt. Plötzlich war die Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise mit voller Wucht zurück. Dabei ist Kritik an Journalismus und Medien nicht neu. Allerdings hat sich die Art der Medienkritik in den vergangenen Jahren verändert: Die Verbreitungswege sind insbesondere durch digitale Kommentarspalten leichter zugänglich, schneller und anonymer geworden. Die Bereitschaft, die Verfehlungen des Einzelnen als Bestätigung für die Unglaubwürdigkeit des gesamten Systems zu sehen, scheint gestiegen. Auch die Möglichkeiten der Kritiker, Konsequenzen zu ziehen, haben sich verändert: Abseits der sogenannten „Mainstream-Medien“ finden sie – insbesondere im Netz – genügend andere Quellen und Plattformen, die sie in ihrer Haltung bestärken.

In einer von Medien geprägten Welt ist ein kritisches Nachdenken über eben diese Medien notwendig und wünschenswert. Ebenso essenziell jedoch ist die Art und Weise dieser Medienkritik, denn Medien formen die für eine demokratische Gesellschaft wichtige gemeinsame Diskussions- und Faktenbasis – zumindest solange ihnen grundsätzlich vertraut wird. Medienkritik ist daher nicht erst seit der Causa Relotius hochrelevant und für die Communicatio Socialis Schwerpunktthema in diesem Heft.

 

Ab sofort sind die Artikel der Ausgabe online verfügbar.

Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.