Vortragsreihe zur Medienethik der VHS in München

Das Feld der Medienethik ist weit und bietet zahlreiche spannende Anschlussfragen. In einer Vortragsreihe, die die Volkshochschule München in Kooperation mit dem zem::dg entwickelt hat, werden aktuelle Fragen vorgestellt und diskutiert. Die Vortragsreihe findet – sollte die aktuelle Situation es zulassen – in hybrider Form statt: In Präsenz in München und digital per Streamübertragung.

Mehr Informationen zu den drei geplanten Veranstaltungen finden Sie in nachfolgender Übersicht:

 

Gedanken zu Wahrheit und Lüge am Beispiel des modernen Journalismus

Freie Medien sind die vierte Gewalt in der Demokratie, Journalisten gelten als systemrelevant. Doch einiges hat sich verändert im digitalen Zeitalter. Neue mediale Akteure und gesellschaftlich-technische Entwicklungen untergraben die Autorität des professionellen Journalismus, Fake News und Relotius-Affäre fordern ihn heraus. Was bedeutet das Spiegel-Versprechen “Sagen, was ist” in der Praxis? Wie sieht Wahrheitsfindung im Journalismus aus? In der Corona-Krise wird deutlich, inwiefern er Bezüge zu einer geteilten Wirklichkeit herstellt.

 

Die Referentin: Christine Ulrich arbeitet als Redakteurin beim Evangelischen Pressedienst (epd) für den Landesdienst Bayern. Sie promoviert im Bereich Medienethik zu der Frage, welche Bedeutung der aktuelle Wahrheitsdiskurs für die journalistische Arbeit hat.

Informationen zur Veranstaltung:

Datum: 21.04.2021

Zeit: 20:00-21:30 Uhr

Ort der Präsenzveranstaltung: Einstein 28

Preis: 10,00 €

Rationalität im medialen Zeitalter

Der Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang von Medien und Vernunft aus medienphilosophischer Sicht und lotet dessen Dimensionen aus. Schon seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass die Vernunft durch Verschwörungsmythen und -erzählungen jeglicher Art, die von Medien verbreitet werden, vehement herausgefordert wird. Das Auftreten des Coronavirus hat diese Tendenz noch verstärkt. Angesichts dieser Herausforderungen geht es um die Frage, welcher Stellenwert der Rationalität im medialen Zeitalter zugeschrieben werden kann und wie irrationalem Denken und den daraus folgenden Weltbildern begegnet werden kann.

 

Der Referent: André Schülke arbeitet als Trainer und Coach. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der Ausformung nichtrationaler Weltbilder als Folge regressiver Nachrichtenrezeption.

Informationen zur Veranstaltung:

Datum: 28.04.2021

Zeit: 20:00-21:30 Uhr

Ort der Präsenzveranstaltung: Einstein 28

Preis: 10:00 €

Eine philosophische Betrachtung der neuen Kommunikationsformen im Web

Ob und wie Kommunikation und Selbstausdruck via “Social Web” sich positiv oder negativ auf soziale Beziehungen oder die Beziehung des Selbst zu sich auswirken, ist bis heute eine offene Frage der Medienethik. Der Vortrag geht ihr mit Blick auf die andauernde Pandemie nach. Wie ändert sich die Bedeutung von Kommunikation und Selbstausdruck, wenn diese aus der Isolation heraus plötzlich ausschließlich digital stattfinden müssen? Welche Voraussetzungen für soziale und Selbst-Beziehungen außerhalb des digitalen Raums liegen vor? Insbesondere das philosophische Konzept des Dialogs kann neue Perspektiven auf die Zwiespältigkeit der digital-vernetzten Welt eröffnen.

 

Die Referentin: Anna Kristina Steimer ist Gründerin des Selfie-Foschungsnetzwerks und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem Phänomen „Selfie“ aus existenzphilosophischer Perspektive.

 

Informationen zur Veranstaltung:

Datum: 05.05.21

Zeit: 20:00-21:30 Uhr

Ort der Präsenzveranstaltung: Einstein 28

Preis: 10:00 €

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