Publikationen

Durch aktuelle Publikationen rund um das weit gefasste Feld “Medienethik” informiert das Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft über Entwicklungen aus der Forschung, beleuchtet Praxisfälle und vermittelt einen Überblick über die Bandbreite der zugehörigenThemenbereiche.
Neben der Herausgabe der Zeitschrift “Communicatio Socialis” sollen perspektivisch weitere Sammelbände auch in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Medienethik publiziert werden.
Rezensionen zu aktuell erschienen Titeln rund um das Forschungsgebiet runden das Angebot des Zentrums ab.

Communicatio Socialis

Communicatio Socialis – Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft behandelt aus medienethischer Perspektive Trends und Probleme gesellschaftlicher, medienvermittelter Kommunikation. Die Digitalisierung mit ihren Folgen für Öffentlichkeit und Gemeinwohl stehen dabei im Fokus. Die Zeitschrift begleitet damit die wissenschaftlichen Bemühungen der immer bedeutender werdenden Disziplin Medienethik. Neben thematischen Schwerpunkten im Bereich Medienethik geht es im Bereich Kommunikation in Kirche und Gesellschaft um das Verhältnis von Medien und Religion.

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Jugend und Politik
Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe von „Communicatio Socialis“

Die heutige Jugend – eine Jugend ohne Politik? Zumindest der Blick auf die vergangenen Wahlbeteiligungen könnte einen solchen Eindruck vermitteln: Seit 1953 ist die Wahlbeteiligung bei der älteren Bevölkerung wesentlich höher, als die der jüngeren.
Dass das Thema komplexer ist, zeigt der Blick auf die aktuelle Shell-Jugendstudie, die eine Trendwende verzeichnet. So bezeichneten sich 2015 immerhin 11 % mehr als politisch interessiert als noch 2002. Worin liegt dieser scheinbare Widerspruch begründet? Eine mögliche Antwort gibt die Jugendstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2015, die vor allem einen Vorbehalt der Jugendlichen gegenüber traditionellen Akteuren der Politik verzeichnet.
Brexit, Donald Trump und das Widererstarken des Rechtspopulismus: Die Herausforderungen der Demokratie könnten ein Weckruf für die junge Generation sein, sich auch in die institutionelle Politik einzubringen. Damit würde die Jugend nicht nur sich selbst dienen, sondern der gesamten Gesellschaft – denn die Jugend von heute ist der Träger der Demokratie von morgen.
Gerade mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst 2017 haben wir uns daher entschieden, in der aktuellen Ausgabe das Thema junge Menschen und politische Beteiligung zu unserem Schwerpunkt zu machen.

Interessiert?
Ab sofort sind das Heft sowie die einzelnen Artikel online verfügbar.
Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.

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Neuerscheinung

Gerade erschienen ist der medienethische Band „Gesellschaft ohne Diskurs? Digitaler Wandel und Journalismus aus medienethischer Perspektive.“ Der Band ist eine Dokumentation unserer Jahrestagung 2015. Bestellen können Sie das Buch z. B. beim Verlag.
Im Zuge der Digitalisierung ist oft von einer Verrohung öffentlicher Debatten die Rede. Der Journalismus steckt zudem in einer tiefen Vertrauenskrise. Durch den digitalen Wandel erhöht sich die Gefahr einer Gesellschaft ohne sachgerechten Diskurs. Inwiefern kann Journalismus unter den sich verändernden Bedingungen seiner Aufgabe der Herstellung und Begleitung der öffentlich-gesellschaftlichen Debatte gerecht werden?
Die Beiträge des neuen Bandes befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Zukunft im Journalismus. Dabei ist die Frage leitend, was auf dem Spiel steht, wenn die Gesellschaft ihren kritisch und fair angelegten und durch einen unabhängigen Journalismus moderierten Diskurs verliert.

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