Publikationen

Durch aktuelle Publikationen rund um das weit gefasste Feld “Medienethik” informiert das Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft über Entwicklungen aus der Forschung, beleuchtet Praxisfälle und vermittelt einen Überblick über die Bandbreite der zugehörigenThemenbereiche.
Neben der Herausgabe der Zeitschrift “Communicatio Socialis” sollen perspektivisch weitere Sammelbände auch in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Medienethik publiziert werden.
Rezensionen zu aktuell erschienen Titeln rund um das Forschungsgebiet runden das Angebot des Zentrums ab.

zemdg::papers

In der neu eingeführten Reihe zem::dg-papers werden ausgezeichnete Abschlussarbeiten von Studierenden sowie Studienergebnisse aus dem Bereich der Medienethik veröffentlicht. Die Reihe möchte so einerseits Impulse für einen zeitgemäßen medienethischen Diskurs geben und zudem wissenschaftlichem Nachwuchs die Chance eröffnen, erste Forschungsarbeiten zu publizieren.

Herausgegeben werden die Bände der Reihe von den beiden Leitern des Zentrums. Die neue Reihe steht unter Open Access und die einzelnen Bände sind über die Internetseite des Zentrums sowie über die Universitätsbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt verfügbar.

Communicatio Socialis

Communicatio Socialis – Zeitschrift fuür Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft behandelt aus medienethischer Perspektive Trends und Probleme gesellschaftlicher, medienvermittelter Kommunikation. Die Digitalisierung mit ihren Folgen für Öffentlichkeit und Gemeinwohl stehen dabei im Fokus. Die Zeitschrift begleitet damit die wissenschaftlichen Bemühungen der immer bedeutender werdenden Disziplin Medienethik. Neben thematischen Schwerpunkten im Bereich Medienethik geht es im Bereich Kommunikation in Kirche und Gesellschaft um das Verhältnis von Medien und Religion.

Neue Ausgabe 1/2018 von Communicatio Socialis
zum Thema „Frieden und Journalismus“ erschienen

Zum aktuellen Heft: Thema „Frieden und Journalismus“

Kriege kennen die meisten von uns nur aus den Medien. Entsprechend stark wird unsere Einstellung zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Konflikten von der jeweiligen Berichterstattung geprägt. Damit gewinnt die journalistische Verantwortung der Medienschaffenden in Krisengebieten eine besondere Bedeutung. Ob und wie Journalismus friedensstiftend wirken kann, ist die zentrale Frage der neuen Ausgabe von „Communicatio Socialis“, die hierzu auch eine ganze Reihe von Journalistinnen und Journalisten selbst zu Wort kommen lässt und so einen spannenden Blick in die Praxis des „Peace Journalism“ gibt.

Die Beiträge im Heft

Der scheinbar so harmlose Begriff des „Friedensjournalismus“ erweist sich bei genauerem Hinsehen als komplex und kontrovers. In ihrem Grundlagenartikel gibt Irmgard Wetzstein einen Überblick über die friedensjournalistische Idee und dem damit verbundenen kommunikationswissenschaftlichen Diskurs. Sie reflektiert die Debatte und geht dabei sowohl auf die Erwünschtheit als auch auf die potentielle Realisierbarkeit des Konzepts im Mainstream-Journalismus ein.

Unter welchen Bedingungen Journalismus dem Frieden eine Chance geben kann, skizziert Wilhelm Kempf in seinem Artikel „Konstruktive Berichterstattung?“. Ausgehend von dem aktuellen Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern skizziert er neben den sozialpsychologischen und kommunikationstheoretischen Grundlagen des Konzepts auch die Schwierigkeiten, die sich bei deren Umsetzung ergeben.

Neben den zwei Grundlagenartikeln geben vier exemplarische Erfahrungsberichte Einblick in die ganz praktische journalistische Arbeit angesichts von Krieg und Krisen:

Den Auftakt bildet Nicola Albrecht, die sich als Leiterin des ZDF-Studios Tel Aviv dezidiert für einen Journalismus „Pro Mensch“ ausspricht. Von ihren Erfahrungen bei der Teilnahme eines deutsch-palästinensischen Journalistenworkshops in Ramallah berichtet die NDR-Reporterin Charlotte Horn. Wie konstruktiver und konfliktsensitiver Journalismus international interpretiert und diskutiert wird, schildert dagegen die Development Managerin Christine Liehr, die entsprechende Erfahrungen bei einem Mediendialog in Sri Lanka sowie im Rahmen eines Ethik-Treffens mit irakischen Medienschaffenden sammeln konnte. Zuletzt geben der burundische Journalist Anaclet Hakizimana und die Friedensfachkraft Claus Schrowange Einblick in das Projekt „Medien und Frieden“, das Journalist_innen im Kongo, in Burundi und Ruanda unterstützt.

 

Ab sofort sind die einzelnen Artikel online verfügbar.

Selbstverständlich erscheint die Ausgabe, wie gewohnt, auch in gedruckter Form.